Leitlinien

Enter verfolgt einen differenzierten und ressourcenorientierten Zugang zum Medium der digitalen Spiele. EInem bewahrpädagogischen Ansatz sowie einer Medienabstinenz oder einem Medienverbot stehen wir kritisch gegenüber und raten zu einer Haltung, die sich durch folgende Punkte kennzeichnet:

Ehrliche Offenheit und Neugier gegenüber der Freizeitbeschäftigung der AdressatInnen
Ein authentisches und wertschätzendes Interesse für die Freizeitgestaltung unserer AdressatInnen stellt die Grundlage für einen unaufgeregten und konstruktiven Dialog dar, der auch Voraussetzung von sinnvollen Nutzungsregelungen ist.

Berücksichtigen jugendkultureller Abgrenzung der AdressatInnen
Während Kinder erfahrungsgemäß gerne in den Austausch bezüglich ihrer Lieblingsspiele gehen, reagieren Jugendliche oft mit Abwehr – das ist auch Ordnung. Wichtig ist, sie wissen zu lassen, dass sie mit dem Thema auch bei ihren Vertrauenspersonen auf ein offenes Ohr stoßen .

 


Kennenlernen der wissenschaftlichen Hintergründe
Ein informierter Zugang hilft dabei, Phänomene wie exzessiven Spielkonsum besser einzuschätzen, sinnvolle Grenzen zu setzen und als GesprächspartnerIn in der oft herausfordernden Diskussion mit Kindern und Jugendlichen ernst genommen zu werden.

Kennen der gesetzlichen Rahmenbedingungen – Jugendschutz
Das Wissen über gesetzliche Rahmenbedingungen hilft dabei, gemeinsam sinnvolle Regelungen und Maßnahmen zu finden.

Jugendliche als ExpertInnen ernst nehmen
Es ist für Eltern und Fachkräfte nicht immer leicht anzuerkennen, dass es etwas gibt, in dem ihr manchmal sehr junges Kind ihnen überlegen ist.  Beim Spielen von Computerspielen ist das meist der Fall. Der Versuch, sich durch diesen Umstand nicht frustrieren zu lassen und trotzdem ein gemeinsames Spiel mit ihrem Kindern oder AdressatInnen zu wagen zahlt sich meist aus – für ihre Kinder ist das Spielen dieser Spiele ein wichtiger Teil ihrer Freizeit und Lebensgestaltung. Ein respektvoller, spielerischer und neugieriger Zugang kann dabei helfen, dass das Medium nicht zum Konfliktthema sondern zu einer gemeinsamen, lustvollen Freizeitaktivität wird.