Tipps für Eltern und Fachkräfte

Natürlich ist jede Familie und jede/r SpielerIn einzigartig, weshalb ein pädagogisch sinnvoller Umgang mit digitalen Spielen am besten im Einzelfall erarbeitet wird. Dennoch gibt es Richtlinien und Haltungen, die den Zugang zum Medium erleichtern und als Grundlage sinnvoller Interventionen dienen können.

  • Spielen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern  – versuchen Sie herauszufinden, was Ihr Kind an einem Computerspiel so fasziniert. Computerspiele müssen nicht nur Streitthema in der Familie sein, sondern können auch eine gemeinsame lustvolle Freizeitaktivität sein.
  • Ihr Kind als Expert/in – es gilt auch auszuhalten, dass ihr Kind diese Spiele vermutlich versierter spielen wird als Sie. Lassen Sie sich davon nicht frustrieren und versuchen Sie, die Fähigkeiten, die sich ihr Kind angeeignet hat wertzuschätzen.
  • Spiele sind keine Babysitter – es spricht nichts dagegen, ein Kind bei einer längeren Autofahrt einmal länger spielen zu lassen. Wichtig ist aber auch, Kindern die Möglichkeit zu lassen, eigenständige Wege zu finden, mit Langeweile umzugehen. So können kreative neue Handlungsmuster entstehen und Talente und Interessen entdeckt werden.
  • Informieren Sie sich über Spiele, die Ihr Kind gerne spielt – Spiel ist nicht gleich Spiel, so wie Buch auch nicht gleich Buch ist.Computerspiele bringen Eigenschaften mit sich, die teilweise auch problematisch sein können. Finanzierungsmodelle, die sich gezielt an jüngere SpielerInnen richten, können zu Schwierigkeiten führen.
  • Bleiben Sie mit Ihrem Kind im Gespräch – auch wenn es eine oft mühsame Diskussion ist. Suchen Sie den Dialog und vermeiden Sie Totalverbote von digitalen Spielen. So bleiben Sie auch AnsprechpartnerIn Ihres Kindes, wenn es schwierige Erlebnisse mit dem Medium hat.
  • Schaffen Sie Regeln – hierbei gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Treffen Sie die Regelungen gemeinsam mit Ihrem Kind und achten Sie darauf, dass die Regeln leicht einhaltbar und nachvollziehbar sind. Überlegen Sie sich auch sinnvolle und durchführbare Konsequenzen bei Regelverstößen.
  • Beachten Sie Ihre Vorbildwirkung – Sie sind als Bezugsperson der wichtigste Einfluss für das Verhalten Ihres Kindes. Geben Sie Ihrem Kind ein lebhaftes Beispiel, wie gelungene Freizeitgestaltung aussehen kann.

Bei konkreten Fragen freuen wir uns über Ihren Anruf oder ihr Mail.